Doktrin
der Imperialen Taktik
Zusammengetragen von Inquisitor Joaquin Duval,
dem Freiherrn von Falkenstein,
Befehlshaber der Truppen Eurer Eminenz, des Großtheogonisten.
Im Folgenden werden
einige Manöver, Taktiken, Strategien und allgemeine Anschauungen für
die imperialen Streitkräfte zusammengetragen. Studiere sie gut und
teste sie auf dem Felde, und Du wirst viel Ruhm erwerben.
Beginnen wir mit den
Strategien...
Strategie
Hier geht es mir vor
allem um Schlachtpläne im Ganzen. Ich werde ihre Anwendung erklären,
hin und wieder für bestimmte Rollen geeignete Truppen nennen und auch
darauf eingehen, wie man gegen die Strategie spielt.
Die verweigerte Flanke
Eine Standardtaktik der
imperialen Armee. Sie lässt sich offensiv oder defensiv
spielen, aber die Grundidee ist ähnlich.
In der offensiven
Variante konzentrierst du deine ganze Armee auf eine Spielfeldhälfte,
um den Gegner mit deiner dann zahlenmäßigen Überlegenheit zu erdrücken.
Bis seine Verstärkungen vom weit entfernten Spielfeldrand gekommen
sind, solltest Du seine andere Hälfte bereits zerschmettert und
eingenommen haben. Wichtig ist hier
der Faktor Zeit. Die ausgetricksten, unbeschäftigten Truppen werden
schnell zu Dir hinüber hasten, Du musst also schnell zuschlagen. Ideal
ist es, wenn in der ignorierten Hälfte langsame Truppen stehen, denn
die brauchen am meisten Zeit, ihre Brüder zu unterstützen. Du
kannst ein paar Truppen (Plänkler und leichte Kavallerie) in der
ignorierten Hälfte lassen, um den Gegner zu beschäftigen und
aufzuhalten, wenn Du willst. Oder Du blockst in der Mitte mit Flagellanten,
aus demselben Grund.
Die defensive
Variante bezweckt, dass der Gegner diagonal über das Schlachtfeld
laufen muss, um Dich zu erreichen. Das kostet ihn Zeit, und die nutzt
Du, um aus allen Rohren zu schießen. Sie ist gut, wenn Du Kanonen und
Schützen bevorzugst. In die
Spielfeldmitte kannst Du zum Abfangen deine Infanterie stellen, speziell
die standhafte (Flagellanten und Bihandkämpfer).
Begegnet Dir die
verweigerte Flanke auf dem Schlachtfeld, kannst Du sie Feuer gegen Feuer
bekämpfen, also auch nur auf der einen Seite aufstellen, das ist aber
dann Glückssache und eine geistig anspruchslose Variante. Oder
Du spielst auch verweigert, aber auf der anderen Seite, dann tanzt ihr
Ringelreihen, und es hat beiden wenig gebracht. Die
einzig sinnvolle Bekämpfung der verweigerten Flanke ist die
Kessel-Taktik.
Du blockst die verweigerte Flanke frontal
und umrundest ihre Flanken, um sie von allen Seiten konzentriert
anzugreifen.
Da dies sehr leicht ist, ist die verweigerte Flanke als Taktik nur
bedingt zu empfehlen.
Die schiefe Schlachtreihe
Die schiefe
Schlachtreihe ist inzwischen leider auch zum nutzlosen Standard
verkommen, erwähnt werden sollte sie trotzdem, vor allem, weil man ihr
oft begegnet. Sie eignet sich hervorragend gegen eine Aufstellung,
die wie eine Pyramide aussieht: Das stärkste Regiment in der Mitte, und
zu den Flanken hin wird es schwächer.
Unsere Strategie sieht
so aus:
Wir haben unsere
Truppen in einer Reihe platziert, das stärkste am einen Rande, und zur
anderen Seite hin werden die Truppen immer schwächer.
Die Starken rücken
vor, zermalmen die schwache Flanke des Gegners, verbünden sich mit dem
mittelmäßigen Zentrum, um die Haupteinheit des Gegners in der Mitte zu
vernichten (normalerweise mit einem Flankenangriff), und rollen dann die
Schlachtlinie auf.
Ein typisches Beispiel
für eine solche Aufstellung wären zwei Regimenter Ritter an der linken
Flanke, die Staatstruppen im Zentrum und lange Reihen Schützen an der
rechten Flanke. Die Ritter greifen schnell an, während die Staatstruppe
langsam vorrücken und die Schützen stehen bleiben und Deckung geben.
Das Brecherregiment des Gegners in der Mitte
kann sich nicht den Rittern zuwenden, ohne von den Staatstruppen in der
Flanke erwischt zu werden, es kann sich aber auch nicht den
Staatstruppen zuwenden, da dann die Ritter in die Flanke kommen.
Wie auch immer, der
Untergang der gegnerischen Armee ist besiegelt, wenn sie blauäugig in
diese Falle läuft.
Der Haken ist, dass
diese Taktik recht durchschaubar ist und mit dem simplen Platzieren von
harten Einheiten oder Blockern an den Flanken sofort geblockt oder gar
umgekehrt werden kann.
So ließe sich die
schiefe Schlachtreihe leicht umkehren, wenn man 30 Flagellanten an der
Flanke platziert. Die Ritter werden endlos aufgehalten, und das eigene
starke Zentrum kann sich den Einheiten des Gegners zuwenden, gegen die
es kein Problem haben sollte, und dann zu den noch immer gebundenen
Rittern einschwenken und ihnen in die Flanke fallen.
Der Gedanke des
„Schlachtreihe Aufrollens“ ist ohnehin seit der Idee, Flaggellanten
oder Bihandkämpfer zum Aufhalten bis zum Heldentod zu verwenden,
veraltet.
Hammer und Amboss
Diese Strategie habe
ich von General von Manstein, einem edlen Gefährten, der mich auf
meinem Feldzug in die Ostmark unterstützt hat.
Die Aufstellung sieht
folgendermaßen aus:
Auf der einen Flanke
platzierst Du die Ritter, sie sind der Hammer Sigmars, und unaufhaltsam
werden sie durch die gegnerischen Linien preschen. In der Mitte stehen
die langen Schützenreihen und die Artillerie, sie ärgern den Gegner,
haben wegen ihrer zentralen Position maximale Feuerkraft, sind aber
nicht wertvoll genug für ihn, sich darum zu kümmern. Auf der äußeren
Flanke steht der Amboss, deine Staatstruppen, die sich bereit machen,
den Angriff des Gegners anzunehmen.
Diese Strategie ist
recht effektiv gegen alles, was leicht aufzureiben ist: Orks,
Rattenmenschen, verräterische Menschen...
Denn sie zielt darauf,
dass dein Hammer durch die feindlichen Reihen fährt, und widerstandslos
aufreibt, was ihm in die Quere kommt, bis sich die fliehenden Feinde an
deinem Amboss wie Wellen brechen und auf Nimmerwiedersehen verschwinden.
In Hinsicht auf die optimierte Feuerkraft kann man diese Strategie auch
defensiv spielen, indem man gar nicht vorrückt, die Schützen und
Artillerie feuern lässt, und dann im letzten Moment einen Gegenangriff
durchführt.
„Hammer und Amboss“
ist zu meinem persönlichen Liebling geworden. Das liegt vor allem am
schwachen Zentrum. Wenn der Gegner es angreift, gewinnt er nicht viel
daran. Die zwei Kanonen und 20 Schützen fallen nicht ins Gewicht, wenn
nebenher seine Armee von meinen Rittern und Staatstruppen geschlachtet
wird.
Was tun wir gegen diese Strategie?
Die Formation
aufbrechen. Der Haken an „Hammer und Amboss“ ist, dass es einen
schnellen und einen langsamen Flügel gibt. Konzentrieren wir uns mit
einer verweigerten Flanke auf den schnellen Flügel, wird der
langsame Flügel nicht die Zeit haben, zur Hilfe zu eilen.
Voraussicht ist auch
hier das Wichtigste. Man muss
erahnen, was der Gegner vorhat, und ob es sich lohnt,
„Hammer und Amboss“ zu spielen.
Sie lohnt sich nicht gegen das untote Gesindel, da die sich nicht vom
Hammer aufreiben lassen, und auch nicht gegen verweigerte Flanken und
schiefe Schlachtreihen, sehr gut aber gegen symmetrisch aufgestellte
Armeen.
Die Bastion
Das geht ganz einfach.
Wir schießen. Keine lange Diskussion, nicht viel Planung. Wir rüsten
uns mit viel Artillerie und vernichten den Gegner, während er näher
kommt. Ist er zu nahe, greifen unsere Truppen an (Ritter und
Staatstruppen) und hoffen, dass nur noch wenig Gegner übrig sind. Sonst
scheitert diese auf Glück basierende Taktik. Sie
eignet sich gegen das Chaos und andere hammerharte Nahkämpfer, denen
nicht so leicht beizukommen ist.
Wie man sie ausspielt?
Entweder, man hat Glück
und die Schützen vernichten nicht genug, so dass man noch stark genug
ist, wenn man die Bastion erreicht, oder man schützt sich mit Plänklern,
die als mobile Deckung gebraucht werden. Es ist keine schöne Schlacht,
weder gegen noch mit der Bastion, doch sie ist zu studieren, da viele
Generäle sie einsetzen.
Die Lanze
Nur der Vollständigkeit
halber aufgeführt. Auch „der Pflug“ genannt. Stärkstes Regiment in
der Mitte, dumm vorpreschen.
Auszuspielen mit der schiefen Schlachtreihe oder dem Hammer und Amboss.
Die Schwingen des Adlers
Meine zweite
Standardtaktik. Sie ist praktisch eine schiefe Schlachtreihe von zwei
Seiten. Ich erkläre sie anhand eines Beispieles:
Je ein Regiment Ritter
an jeder Flanke, daneben die Staatstruppen, in der Mitte ein schwaches
Zentrum aus Schützen. Wir zielen darauf ab, den Gegner von zwei Seiten
zu bedrängen, während die Schützen seine Reihen ausdünnen und die
Staatstruppen die Flanken decken und uns im Vormarsch unterstützen.
Bei dieser Taktik bleibt generell nicht viel
vom Gegner übrig, welches auch der Zweck des Ganzen ist. Bei einem
Sturmangriff kann sich der Gegner in alle Winde verstreuen, er hat die
Schlacht verloren, ist aber nicht vernichtet. Ist er eingekesselt und er
verliert, wird er dagegen komplett ausgelöscht. Diese
Taktik ist daher bei den Feinden des Imperiums anzuwenden, bei den Orks
und den Ausgeburten des Chaos, deren Vernichtung unser aller Lebenszweck
ist.
Der Köder sind die Schützen,
wenn er sich auf sie stürzt, weil sie ihn genug gepiesackt haben,
werden wir ihn mit unserer Umzingelung vernichten.
Wenn er sich den
Rittern an der Flanke zuwendet, hat er noch eine Chance, deshalb sollten
die Staatstruppen höllisch darauf achten, die Ritter zu decken.
Der Bauerntausch
Benannt nach dem Spiel
der Könige, wo Figuren geopfert werden, um einen Vorteil zu erlangen.
Wir bieten dem Gegner unsere Flanke, damit er uns unabsichtlich die
seine bietet.
Dies ist eine
Infanterietaktik, gedeckt von wenigen Rittern. Sie setzt voraus, dass
der Gegner offensiv agiert und wir zahlenmäßig überlegen sind.
Die Flagellanten stehen in der Mitte und rücken am schnellsten vor, mit
offenen Flanken. Daneben kommen weitere Infanterieregimenter, die in der
Form eines Pfluges vorrücken. Greift
der Gegner die Flanke der Flagellanten an, wird ihm das wenig nützen,
denn dann fällt ihm das nachfolgende Regiment in die Flanke und
schaltet ihn aus.
Die Regimenter decken sich also alle gegenseitig, die Flanken bleiben so
weit zurück, dass sie nicht in Gefahr sind, und wenn sie doch fallen,
werden die Ritter aus der Reserve zu ihrem Schutz eilen. Die Ritter
bleiben hier nämlich als Deckung zurück, sollten sich Lücken auftun.
Die Ritter mögen im ersten Moment für
verschwendet gehalten werden, doch dem ist nicht so. Sie sind ein
wichtiger Faktor, ohne den es leicht zu einer Niederlage kommen kann.
Abschluss
Soviel zu einigen
Grundstrategien. Sie sind beliebig zu variieren, und jeder fähige
General sollte sie studieren und ihren Nutzen gegeneinander abwägen. Er
sollet sie mit den ihm zur Verfügung stehenden Truppen durchdenken und
gegebenenfalls an sie anpassen.
Sie sind der Schlüssel
zum Sieg, vergiss sie niemals.
Taktik und Manöver
Hier soll es um
Strategie im Kleinen gehen. Habe ich vorher davon gesprochen, wie die
eine Flanke die gegnerische Formation aufbricht, wird es nun um einzelne
Regimenter und ihre Rollen in kleinen taktischen Winkelzügen gehen.
Diese Detailarbeit ist unbedingt vonnöten, sie ermöglicht erst das
erfolgreiche Durchführen einer Strategie.
Ich werde im folgenden
auf verschiedene Arten von Truppen eingehen, und wie sie gegeneinander
zu verwenden sind. Dann werde ich weitere Einheiten hinzunehmen, bis
eine Strategie daraus abzuleiten ist.
Zunächst einmal müssen wir die Truppen
aber kategorisieren und ihre Aufgaben festhalten.
Kategorisierung
Die Truppen wurden der
Einfachheit halber in leicht und schwer, sowie in Infanterie und
Kavallerie unterteilt. Weitere Feinheiten sind vorerst nicht nötig.
Verwendung von schwerer Kavallerie
Unter diesen Begriff
fallen die Ordensritter, die Weißen Wölfe und gegebenenfalls
angeworbene Söldnerritter. Sie sind
stets offensiv zu gebrauchen. Werden sie angegriffen, werden sie fallen,
davon ist auszugehen. Es mag in einigen Fällen des Glücks zu
Standhaftigkeit kommen, doch davon gehen wir nicht aus. Sie
ist geboren für den Angriff, und es spielt keine Rolle, ob frontal oder
in die Flanke. Greift sie an, wird der Gegner fallen. Die Ausnahme
bieten die schwere Infanterie und die Untoten.
Schwere Infanterie
vermag einem Frontalangriff standzuhalten, in zwei von drei Fällen.
Zögere also nicht, mit schwerer Kavallerie
zu attackieren, dafür ist sie geschaffen. Jede
Sekunde des Wartens ist verschwendet. Angriff
ist das Stichwort, das zu behalten ist.
Verwendung von schwerer Infanterie
Das sind Staatstruppen
in großer Zahl und mit Abteilungen, Flagellanten und bei anderen Völkern
zum Beispiel Orkkrieger und Gors.
Wir gehen davon aus, dass schwere Infanterie
eine Stellung hält, solange sie nur frontal angegriffen wird. In der
Flanke attackiert geht sie unter.
Der Kampf zwischen zwei Einheiten aus
schwerer Infanterie wird, wenn nicht Glück mitspielt, unentschieden
enden und sich endlos hinziehen, bis eine Partei in der Flanke ist. Dann
endet der Kampf.
Schwere Infanterie ist also zum Halten von
Schlüsselpositionen und zum Aufhalten des Gegners zu gebrauchen. Ihre
Flanke ist zu decken, und es ist zu behalten, dass sie alleine keinen
Kampf entscheiden wird, wen sie nicht selbst die Flanke attackiert.
Standhalten ist das Stichwort, das zu
behalten ist.
Verwendung von leichter Kavallerie
Das sind zum Beispiel
Pistoliere und Wolfsreiter. Leichte
Kavallerie alleine mag keine Entscheidungen herbeiführen, wenn sie
schweren Truppen gegenübersteht, doch sie ist nicht zu ignorieren. Wir
verwenden sie, um andere leichte Truppen zu attackieren, oder um einen
Angriff von schweren Truppen mit einem Flankenangriff zu unterstützen.
Unterstützung ist das Stichwort, das zu behalten ist.
Verwendung von leichter Infanterie
Leichte Infanterie sind
Plänkler. Der einzige Plänkler, der dem Imperium zur Verfügung steht,
ist der Bogenschütze. Er ist ein dummer Bauer, und nach Gutdünken zu
opfern. Leichte Infanterie verwenden
wir deshalb auch nur, um sie zu opfern. Als
Beschussschirm vor der schweren Infanterie, oder als Köder, um den
Gegner in Angriffsreichweite der schweren Kavallerie zu opfern. Der Plänkler
kann keine Entscheidung im Kampf bringen, wenn er daran beteiligt ist,
aber er kann uns helfen, durch sein Opfer eine Situation herbeizuführen,
in der wir dann überlegen sind.
Opfern ist das
Stichwort, das zu behalten ist.
Manöver
Kommen wir nun endlich
zu den Manövern, lange haben wir gewartet.
Sie werden in idealisierter Form
beschrieben, und auf dem Schlachtfeld mag es anders aussehen, doch sind
sie als Handwerkszeug zu behalten und an die Situation anzupassen.
Das Abfangen schwerer Kavallerie
Tritt die Situation
ein, dass man schwerer Kavallerie gegenübersteht, ist es unbedingt vonnöten,
ihren Angriff umzukehren.
Dies wird folgendermaßen
durchgeführt:
Die leichte Infanterie
stellt sich vor den Gegner, gefolgt von der schweren Infanterie, während
leicht schräg versetzt die schwere Kavallerie folgt.
Der Gegner greift die Plänkler an, überwindet
sie und stürmt in die schwere Infanterie, die den Angriff annimmt, aber
bevor es zum Kampf kommt, schon von der schweren Kavallerie unterstützt
wird, die die Flanke des Gegners aufbricht. In
neun von zehn Fällen wird der Gegner vernichtet. Wichtig
ist hier die Rolle der Plänkler, da nur durch sie sichergestellt ist,
dass der Angriff des Gegners auf die schwere Infanterie zeitgleich mit
dem Angriff unserer Kavallerie auf ihn erfolgt.
Der Angriff mit schwerer Kavallerie
Bei einem Angriff auf
andere schwere Kavallerie gleichen Wertes ist Unterstützung nicht nötig.
Schwere Kavallerie vermag anderer schwerer Kavallerie nicht
standzuhalten. Das vermag nur schwere Infanterie. Der
Angriff ist daher entweder in die Flanke durchzuführen oder er muss von
leichter Kavallerie unterstützt werden, die die Flanke attackiert, während
die schwere Kavallerie frontal angreift.
Darauf muss man nicht weiter eingehen.
Auf diese Art und Weise wird er gelingen,
mit einem anderen Weg wird es Glück sein.
Abschluss
Manch einen man es
wundern, dass nur auf schwere Kavallerie eingegangen wurde, doch das ist
leicht zu erklären.
Leichte Truppen vermögen keine Entscheidung
herbeizuführen, sie wirken nur, indem sie unterstützen oder sterben.
Sie sind für Manöver auch nur so zu gebrauchen. Schwere
Infanterie vermag auch nicht zu entscheiden. Sie kann Schlüsselpositionen
halten und in manchen Fällen, zum Beispiel durch eine offene Flanke des
Gegners, wie schwere Kavallerie eingesetzt werden, aber im Normalfall
agiert sie eher passiv.
Schwere Kavallerie ist im Normalfall die
alleinige Kraft, die zwischen Sieg und Niederlage entscheidet.
Alleine ihren Einsatzort musst du bestimmen,
um die Kraft zu maximieren, mit der dein Hammer einschlägt.
Taktik
Hier werden einige
Grundsätze besprochen werden, die unmittelbar mit dem Schlachtgeschehen
zusammenhängen.
Fangen wir ohne zu Zögern an.
Beschuss
Unseren Streitkräften
stehen viele Schusswaffen zur Verfügung, doch wie hat man mit ihnen
umzugehen?
Zwei Stichworte sind zu behalten:
Konzentration und Unterstützung.
Zur Konzentration:
Der Beschuss ist auf
einzelne Feindverbände zu konzentrieren, denn weit gefächert wird er
nicht ausreichen, um Panik zu verursachen oder Einheiten nennenswert zu
verkleinern. Wenn wir dagegen alle Waffen auf eine Bedrohung richten,
werden wir Erfolg haben.
Zur Unterstützung:
Hier ist zu behalten,
dass Beschuss alleine keine Schlacht gewinnt. Es mag zwar zu einem Sieg
kommen, doch dann war viel Glück im Spiel, und darauf verlässt sich
ein General nicht. Statt dessen wird
er stets die Positionierung seiner wichtigen Truppen, der schweren
Truppen, im Auge behalten, denn sie alleine führen die sichere
Entscheidung herbei.
Magie
Die Magie ist ein
zweischneidiges Schwert. Sie vermag unglaubliche Zerstörung anrichten,
doch oft funktioniert sie einfach nicht. Wer sich auf sie verlässt, ist
ein Glücksspieler, gleich dem, der sich auf seine Schützen verlässt.
Magie ist zu verwenden, um den Beschuss zu
unterstützen, und damit indirekt den wichtigen Truppen zu helfen, um
nervende leichte Truppen aus dem Weg zu räumen, deren Beseitigung sonst
zu viel Aufwand erfordern würde, und vor allem, um die Magie des
Gegners einzudämmen. Nur ein toter Magier ist ein guter Magier, und nur
eine tote Magiephase des Gegners ist eine gute Magiephase.
Seien Magier sind also
schnell auszuschalten.
Der Gesamtsieg
Es ist stets der
Gesamtsieg zu behalten. Einzelne Duelle zwischen verschiedenen Einheiten
müssen stets auf ihn hinauslaufen, das Ergebnis zählt. Wer seine
Strategie aufgibt, um für den Moment zu agieren, wird gegen einen guten
General versagen.
Bedenket dies:
Selbst das Opfern von
Einheiten von Bedeutung kann zum Sieg führen, wenn ein Vorteil daraus
gezogen wird.
Psychologie
Hier geht es vor allem
um zwei Dinge: Gelassenheit und Unsicherheit. Man
selbst sollte gelassen und geheimnisvoll wirken, um den Gegner zu
verunsichern. Wenn gerade ein wichtiges Regiment stirbt und der Rückschlag
dich beinahe zu Boden streckt, lächle geheimnisvoll und überlegen, als
gehörte dies zu Deinem Plan. Und Dein Gegner wird unsicher werden.
Halte soviel als möglich im Verborgenen,
denn Klarheit bringt dem Gegner Gelassenheit und Mut. Er soll aber
unsicher sein, zögerlich und feige, damit du ihm das Spiel aufzwingen
kannst.
Wer handelt, siegt, und wer zögert,
unterliegt.
Geschwindigkeit und Initiative
Soeben wurde bemerkt,
dass der Agierende General meist der Siegreiche ist. Das ist unbedingt
zu behalten. Wenn der feind zur Reaktion gezwungen ist, kann er seine
eigenen Pläne nicht länger verfolgen, er muss seinen Schlachtplan
fallen lassen. Geschwindigkeit ist
der Weg dorthin. Daher ist schwere Kavallerie der Schlüssel zum Sieg.
Man sieht, alles passt zusammen, ein gewisses Muster entsteht in unseren
Überlegungen. Wenn Du Dich
selbstsicher verhältst, wirst Du die Initiative ergreifen können, und
dem Gegner deinen Weg aufzwingen. Er selbst wird sich in Reaktionen
verrennen und seinen Plan fallen lassen. Du weißt dann, was er tun
wird, und bist nicht länger im Unklaren über seine Handlungen.
Das alleine ist der Weg
zum Sieg.
Zusammenfassung
Wir sind den Weg zum
Sieg auf dem Schlachtfeld nun im Kleinen wie im Großen angegangen.
Beides ist ungeheuer wichtig, und auf Beides muss man sich besinnen.
Wer den Schlachtplan vergisst, weil er sich in Details verrennt, wird
unterliegen. Wer die Details
vergisst, weil er sich nur dem Schlachtplan widmet, wird herbe Rückschläge
hinnehmen müssen, und meist unterliegen.
Der siegreiche General
besinnt sich auf jeden Faktor der Schlacht, er ist überall geistig
anwesend, und er vergisst nicht.
Bedenket immer, euer
Volk braucht eure Weisheit.
Sigmar möge euch
beistehen.
---> Bei
taktischen Fragen wendet euch am besten direkt an Bismarck :
Des_Pudels_Kern@gmx.de
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